Das Induktionskochfeld

Die Beliebtheit des Induktionskochfeldes steigt. Durch die stromsparende Eigenschaft wird es immer häufiger in Haushalten eingesetzt. Energiesparender geht es kaum. Doch wie funktioniert das eigentlich und welche Besonderheiten hat es?

Wie funktioniert das Induktionskochfeld?

Das Induktionskochfeld sieht eigentlich aus wie ein ganz normales Ceranfeld. Es unterscheidet sich aber zu einer normalen Herdplatte und einem Ceranfeld in einem wichtigen Punkt. Der wichtige Unterschied ist die Spule. Eine Normale Herdplatte und ein Ceranfeld besitzen eine Heizspule. Das Induktionskochfeld hingegen besitzt eine Magnetspule. Durch das Magnetfeld, das sich ständig verändert, fließen die Elektronen in einem stromleitenden Topf hin und her und stoßen dabei an die Atome. So entsteht die Wärme direkt im Topf.

Bei einem normalen Herd wird erst die Heizspule, dann die Herdplatte und dann erst der Topf erwärmt. Dieser Vorgang wird beim Induktionsfeld vermieden und so entstehen keine Verluste der Energie.

Welche Besonderheiten gibt es?

Ein Induktionskochfeld funktioniert nur zusammen mit einem passenden Edelstahltopf

Ein Induktionskochfeld funktioniert nur zusammen mit einem passenden Edelstahltopf

Ohne Wärme kochen? Wie geht denn das? Beim Induktionskochfeld wird das Kochfeld nicht erhitzt. Die Wärme entsteht ausschließlich am Boden des Topfes. Das hat den weiteren Vorteil, dass zum Beispiel Kinder sich nicht an einem heißen Kochfeld verbrennen können. Eine weitere Besonderheit ist, dass das Induktionskochfeld über eine “Topferkennung” verfügt. Das heißt: Stelle ich das Kochfeld an passiert nichts solange ich keinen Kochtopf mit metallischem Boden daraufstelle. Die Töpfe bestehen zum Beispiel aus Gusseisen oder Edelstahl.

Auch spart man beim Kochen mit einem Induktionskochfeld eine Menge Zeit. Während man bei einer normalen Herdplatte 8 Minuten warten muss bis 1,5 Liter Wasser kochen, dauert es mit einem Induktionskochfeld nur rund 5 1/2 Minuten.

Vorteile des Induktionskochfelds

Die Vorteile beim Induktionskochfeld liegen klar auf der Hand: Sie sind vor allem in der Zeitersparnis beim Kochen zu finden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kochfeldern oder -platten müssen Induktionskochfelder nicht erst lange aufgeheizt werden. Die benötigte Temperatur steht nahezu sofort zur Verfügung.

Darüber hinaus beruht das Induktionskochfeld auf einem elektromagnetischen Prinzip. Dadurch werden nicht nur die Topfböden sehr schnell erhitzt, sondern auch die Seitenwände der Töpfe. Speisen lassen sich so in weniger Zeit garen.

Durch diese Zeiteinsparung ergibt sich ein weiterer Vorteil: Der der Energieeinsparung. Bis zu 30 Prozent Energie können beim Kochen auf diesem speziellen Kochfeld eingespart werden. Das liegt aber nicht nur daran, dass die Temperaturen so schnell erreicht werden. Auch wird die Wärme nicht nach allen Seiten abgestrahlt, sondern fließt fast ausschließlich in das Kochgeschirr. Zudem gibt es beim Induktionskochfeld nicht die typische Restwärme, so dass nachdem der Topf vom Herd genommen wird binnen weniger Sekunden eine automatische Abschaltung stattfindet.

Vorteilhaft ist diese Funktionsweise auch dann, wenn Nachwuchs im Haus ist. Das Spielen an den Herdknöpfen kann bei diesem Kochfeld nicht zur Gefahr werden. Es schaltet sich erst ein, wenn ein ferromagnetischer Gegenstand (z. B. Topf) darauf steht und nach dem Kochvorgang ist das Kochfeld ebenfalls nur mäßig warm.

Nachteile beim Induktionskochfeld

Dennoch hat das Induktionskochfeld auch Nachteile, die nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Dazu zählen:

Induktionskochfeld funktioniert ideal nur mit ferromagnetischen Töpfen und Pfannen = erhöhte Investitionskosten zur optimalen Nutzung. Auch mit normalen Kochgeschirr lässt sich zwar kochen, allerdings werden dann mehr Strom und Zeit für das Kochen benötigt. Die Vorteile können nicht voll ausgeschöpft werden. Induktionskochfeld ist für Menschen mit Herzschrittmacher aufgrund der elektromagnetischen Eigenschaften ungeeignet. Sie sollten stets einen Mindestabstand von einem halben Meter zum Kochfeld einhalten.

Fazit

Das heißt also, dass ein Induktionskochfeld Zeit und Energie sparen kann, wenn es richtig verwendet wird, die Investitionskosten jedoch nicht zu unterschätzen sind. Ein Induktionsherd ist zwar etwas teuer in der Anschaffung als ein normaler Backofen, aber durch den Strom den man mit einem Induktionskochfeld spart hat man das Geld schnell wieder raus. Die Strompreise steigen, daher ist es eine Überlegung auf jeden Fall wert.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *