Der Induktionsherd

Immer häufiger werden bei Küchenzeilen oder Einbauküchen wahlweise auch Induktionsherde angeboten. Diese Technik hat einen langen Anlauf benötigt, um sich durchzusetzen, obwohl sie eine Reihe von Vorteilen gegenüber den Cerankochfeldern, Gasherden und elektrischen Herden vorweisen kann. Die ersten Induktionskochstellen kamen als Einzelplatten bereits Anfang der 90er Jahre auf den Markt.

Die Technik im Induktionsherd

Die normalen Herde, egal ob Gasbrenner oder elektrisch betrieben, arbeiten auf dem Prinzip der Wärmeleitung. Beim elektrischen Ofen wird zuerst eine Spule erhitzt, beim Gasherd die Flamme entzündet. Diese Hitzequellen erhöhen durch Wärmeleitung und Wärmestrahlung die Temperatur im Boden des jeweiligen Kochgeschirrs. Ist der Boden erhitzt, so wird vom Kochgeschirr die Temperatur an das Kochgut weitergegeben.

Der Induktionsherd arbeitet hier wesentlich direkter und schneller. Flache Kupferspulen in der Induktionsplatte übertragen ein elektromagnetisches Feld direkt auf den Boden des Kochgeschirrs und erzeugen auf diese Weise die gewählte Temperatur direkt im Topf- oder Pfannenboden. Der Wärmeverlust wie beim Elektroherd und insbesondere beim Gasherd entfällt fast vollständig. So kann die aufgewendete Energie gezielt der Funktion des Kochens zu fast 100% zur Verfügung gestellt werden.

Bei einem Induktionsherd hat man fast keinen Wärmeverlust

Bei einem Induktionsherd hat man fast keinen Wärmeverlust

In einem Beispiel wird der Unterschied sehr deutlich. Drei gleiche Töpfe werden mit je 3 Liter 20°C warmem Wasser gefüllt. Um das Wasser zum Sieden zu bringen, benötigt der 1400 Watt-Brenner des Gasofens 14 Minuten, das 1400 Watt Cerankochfeld braucht 11 Minuten und das Induktionsfeld mit gleicher Leistung lässt bereits nach 3 Minuten die Blasen im Topf tanzen.

Was ist beim Kochen mit dem Induktionsherd zu beachten

So vorteilhaft das Kochen auf dem Induktionsherd auch ist, ein paar Besonderheiten hat das Kochen dann doch. Das Kochgeschirr muss für Induktionskochfelder geeignet sein. Die meisten Hersteller bieten dieses spezielle Kochgeschirr an und die Induktionsfähigkeit ist auf den Töpfen mit einem Label gekennzeichnet. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihre Töpfe und Pfannen für diesen Herd brauchbar sind, fragen Sie den Hersteller oder nehmen Sie einen Magneten. Halten Sie den Magneten an den Außenboden Ihrer Töpfe. Bleibt der Magnet gut haften, so können Sie ihr Kochgeschirr bei der neuen Technik einsetzen, denn zur Übertragung des elektromagnetischen Feldes auf den Topfboden muss dieser einen magnetisierbaren Stahl- oder Eisenkern haben.

Ein Induktionsfeld wird nur dort heiß, wo auch der Topf steht. Anders gesagt, Sie können während des Kochens Ihre Hand direkt neben den kochenden Topf legen, ohne sich zu verbrennen. Allerdings entfällt beim Induktionsherd das “Nachkochen”. Wenn Sie die Platte ausschalten, dann ist die Energiezufuhr sofort beendet und das Kochgut köchelt nicht mehr für eine Weile vor sich hin.

Ein Nachteil bei dieser Art der Speisenzubereitung sei noch erwähnt. Wird ein Kochgeschirr mit zu dünnem Boden gewählt, neigen die Speisen dazu anzubrennen. Geeignetes Kochgeschirr sollte bei der Bodenstärke 5 mm nicht unterschreiten.

Sie können ein Anbrennen aber auch dadurch verhindern, dass sie den Induktionsherd auf etwas kleinerer Stufe arbeiten lassen. Die Herde sind sehr genau einstellbar.

Ein beliebter Trend sind Schiebetüren zur Küche hin. Es wirkt edel und wertet jede Küche auf.

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