Was ist Induktion?

Vielen ist der Begriff der Induktion bereits bekannt, doch nur wenige wissen wirklich was sich hinter der magnetischen oder elektromagnetischen Induktion verbirgt. Zunächst ist die Induktion ein physikalisch genutzter Begriff und bezeichnet einen Prozess. Bei der elektromagnetischen Induktion entsteht eine Induktionsspannung in einem Gegenstand oder Körper. Durch diese Spannung entsteht wiederum ein elektrisches Feld. Doch wie genau kommt es zu diesem elektrischen Feld?

Befindet sich ein metallischer oder auch magnetischer Gegenstand in der Nähe eines Magneten ist zunächst mal nichts zu erkennen. Wenn man jedoch das Magnetfeld konstant verändert, induziert dieser Vorgang eine Spannung im Gegenstand. Diese Spannung ruft ein elektrisches Feld vor, welches laut der Lenz’schen Regel immer seiner Ursache entgegenwirkt.

Sobald das Magnetfeld aber wieder auf einem konstanten Level bleibt, verschwindet die induzierte Spannung. Das gleiche kann man auch mit der Veränderung der Fläche eines Gegenstands hervorrufen, indem man zum Beispiel eine Leiterschleife zusammendrückt. Hier genügt das Verändern der Fläche, um eine Spannung zu induzieren.

Der Induktionsherd

Bei der Induktion wird Strom durch ein alternierendes elektromagnetisches Feld in Metall induziert

Bei der Induktion wird Strom durch ein alternierendes elektromagnetisches Feld in Metall induziert

Um zu verstehen, wie ein das Induktionskochfeld eines Induktionsherds funktioniert, muss man wissen, dass in metallischen Gegenständen durch die Induktion Wirbelströme entstehen. Diese Wirbelströme entstehen nur in ganzen metallischen Körpern, das heißt der Körper darf nicht aus Einzelteilen zusammengepresst sein oder Lücken und Löcher enthalten. Diese stören und verhindern die Wirbelströme, durch welche der Topfboden auf dem Indutionskochfeld erst aufgeheizt wird.

Spulen werden unter der, aus Glas bestehenden, Kochfläche mit Wechselstrom betrieben, so dass ein sich ständig änderndes Magnetfeld entsteht. Spulen erzeugen nämlich ein Magnetfeld. Dieses Magnetfeld induziert Wirbelströme im Topfboden. Diese Wirbelströme erhitzen nun den Topf. Dieses Verfahren ist, energetisch gesehen, sehr günstig, da nur der Topfboden erhitzt wird. Die Induktion ist für Geschirr geeignet, welches aus ferromagnetischen Stoffen besteht. Ferromagnetische Stoffe sind zum Beispiel Metalle, an denen ein Magnet haftet.

Außerdem ist es nennenswert, dass das Glas der Kochfläche ein besonderes Glas ist, da es sich bei Wärme kaum ausdehnt und seine Form behält.

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